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01. 08. 2010

Neu im Verbund

Katholische Kliniken Oldenburger Münsterland am 01.08.2010 erfolgreich gestartet.
19. 07. 2010

Blutspendeaktion

19. Juli 2010 Blutspendeaktion...  
22. 06. 2010

Tumordokumentation

Tumordokumentation in ODS-Easy und im Mega-Manager und Benchmark...

Geschichte des St.-Josefs-Hospital

Um die „Kranken mit Liebe und Geduld zu bedienen und auf das Seelenheil der Kranken einzuwirken", bezogen am 02.12.1863 die ersten drei Schwestern der Genossenschaft der Krankenschwestern des heiligen Franziskus das neue Krankenhaus in Cloppenburg. Entsandt hatte sie das Mutterhaus St. Mauritz bei Münster. Nach den Plänen des Architekten Hänsel war das Krankenhaus in unmittelbarer Nähe der Soeste am Hofkamp, dem damaligen Forstgarten, errichtet worden. Diese Lage an einem fließenden Gewässer war bewusst gewählt worden, um den Schwestern das Besorgen der Wäsche zu erleichtern. 1865 genehmigte das Bischöfliche Offizialat Vechta als kirchliche Oberbehörde die Satzung des St.-Josefs-Stifts, in der „die Verpflegung und Heilung von Kranken" als elementare Aufgabe dieser „katholischen milden Stiftung" der Kirchengemeinde St. Andreas festgeschrieben wurde.

 

Nach einer schwierigen Startphase folgten Jahrzehnte des Aufschwungs. Das Krankenhaus fand in der Bevölkerung immer stärkere Akzeptanz. Räumliche Erweiterungen und ständiger Personalzuwachs waren die logische Folge. Während des 1. Weltkriegs diente das Krankenhaus als Lazarett. Die Inflation von 1923 und die Weltwirtschaftskrise von 1928 mit ihren Auswirkungen für Deutschland trafen auch das Krankenhaus hart. Am 02.12.1933 wurde das 70-jährige Jubiläum gefeiert. Tags darauf erhielt das Krankenhaus mit seinen inzwischen 100 Betten und 20 Ordensschwestern von der Tagespresse das Prädikat "imposant". Dank wachsendem Vertrauen in die Qualität des Hauses stiegen die Patientenzahlen - 1935 waren es schon 1474.

 

Im 2. Weltkrieg fanden kurz vor Kriegsende am 10.04.1945 mehrere Patienten und eine Ordensschwester bei einem Luftangriff den Tod. Wegen Materialmangel konnten erst 1950 die dringendsten Erweiterungsmaßnahmen in Angriff genommen werden: Eine Säuglings- und Kinderstation, ein Erweiterungsbau um 3 Stationen mit je 36 Betten und der Neubau eines Behandlungstraktes mit Röntgen-, chirurgischer und gynäkologischer Operationsabteilung.

 

Als nächster Neubau folgte 1953/54 die Krankenpflegeschule. 1962/63 wurden u.a. das Personalwohnheim mit Mariensaal und das Schwesternwohnheim errichtet. Auch die Patientenzahlen nahmen zu - 1964 waren es bereits 6171, die sich dem Krankenhaus anvertrauten.

 

1970 bedeutete die Abkehr vom Belegarzt-System, das Chefarzt-Prinzip wurde eingeführt - für die Abteilungen Innere Medizin, Chirurgie, Geburtshilfe/Gynäkologie, Radiologie sowie Intensivmedizin/Anästhesie. Nur die Hals-, Nasen-, Ohren- und Augenheilkunde sowie Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sind im Krankenhaus auch heute noch mit Belegärzten vertreten.

 

Ein Schwerpunkt der letzten Jahre war die kontinuierliche Umstrukturierung des ehemaligen Vincenzhauses an der Ritterstraße. Hier sind jetzt u. a. Dialyse-, Reha- und ambulantes Operationszentrum sowie die nephrologische und onkologische Ambulanz untergebracht. Ein Kurzzeitpflegebereich im Krankenhaus, die Sozialstation und das Gemeindepsychiatrische Zentrum vervollständigen gemeinsam mit dem neu errichteten zentralen Operationstrakt mit Aufwachraum und Intensivstation das differenzierte Leistungsangebot am Standort Cloppenburg.


Heute präsentiert sich das Krankenhaus im Verbund der Katholischen Kliniken Oldenburger Münsterland Cloppenburg-Emstek-Vechta gemeinnützige GmbH, dem es am 01.08.2010 beigetreten ist, als Schwerpunktkrankenhaus der Region mit zeitgemäßen diagnostischen und therapeutischen Einrichtungen. Mit seinen flankierenden Angeboten entwickelt es sich zu einem modernen Dienstleistungszentrum im Gesundheitswesen.


Geistig-religiöse Mitte des Krankenhauses ist die 1981 fertig gestellte Krankenhauskapelle. In ihr symbolisiert sich der Geist des Hauses, den die Mauritzer Franziskanerinnen seit der Gründung so eindrucksvoll geprägt haben. Leider haben diese zum 31.03.1999 ihren wertvollen Dienst am Patienten aufgeben müssen. Wir freuen uns, dass seit 2002 Schwestern eines Indischen Schwesternkonventes (Anbetungsschwestern) sich in unserem Hause niedergelassen haben.

 

Gemeinsam mit ihnen und allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen kann die 1863 begründete Tradition, „die Kranken mit Liebe und Geduld zu bedienen", auch unter den schwierigen Bedingungen des modernen, freigemeinnützigen Krankenhausbetriebs in optimaler Form weitergeführt werden.

 

Damals wie heute steht im St.-Josefs-Hospital der Mensch im Mittelpunkt. Und genau dadurch ist dieses Krankenhaus - um mit den Worten des ehemaligen Kuratoriumsmitglieds, Herrn Pfarrer Hinrichs, zu sprechen - „in unvergleichlicher Symbiose von christlicher Nächstenliebe und wissenschaftlicher Medizin ein Hoffnungszeichen für viele Kranke geworden".

 

(Quelle: u.a. Hinrichs, W., S. 47. Als Grundlage dieses geschichtlichen Abrisses diente mir der Artikel von Herrn Pfarrer Wolfgang Hinrichs in der Festbroschüre "St.- Josef-Hospital 125 Jahre", (Seiten 11-47) aus dem Jahre 1989.)